Gesellschafter: Land NRW und DB AG schaffen Synergie

 

 

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn AG haben im Jahr 2002 die BahnflächenEntwicklungs-Gesellschaft NRW mbH gegründet. Das Land hat eine Beteiligung von 50,1 Prozent, die Bahn von 49,9 Prozent. Beide verfügen über zwei Stimmen in der Gesellschafterversammlung. Weitere Eckpunkte enthält der Rahmenvertrag zwischen den Gesellschaftern. Die BEG NRW ist als Geschäftsbesorgerin tätig und wird zu keinem Zeitpunkt Eigentümerin der Flächen. Für das revolvierende Finanzierungssystem hat das Land NRW die BEG NRW mit eigenen Titeln im Landeshaushalt ausgestattet. 

 

Bahnflächenentwicklung ist Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik. Für einen verantwortungsvollen Umgang mit großen Flächen-potenzialen eignet sich daher die Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft für beide Seiten in besonderem Maße. Ihren Vorlauf fand sie in mehreren landes-koordinierten Aktivitäten: Gemeinsam mit der DB AG wurde bereits in den 90er Jahren mit dem Aktions-programm 100 Bahnhöfe, der Modernisierungsoffensive und dem Forum Bahnflächen NRW ein bundesweit einmaliges Kooperationskonzept geschaffen. Das Land Nordrhein-Westfalen, die Städte und Gemeinden, die Deutschen Bahn AG und die damalige Vivico Management GmbH arbeiteten eng zusammen, das Land NRW wuchs in eine Vorreiterrolle im Umgang mit Bahnliegenschaften.

 

Das Modell NRW steht seitdem für eine integrative Strategie zur Verknüpfung der verschiedenen Programme und Initiativen unter der Maxime, Bahn- flächen und Bahnhöfe zur Stadt zu machen.

Das LAND NRW tritt für eine zukunftsfähige Innenent-wicklung und den schonenden Umgang mit Freiraum ein. Ein zentrales flächenpolitisches Anliegen ist es, neue Nutzungen auf vorhandene Flächenpotenziale zu lenken. Die Tochtergesellschaft BEG NRW stellt eine tragende Säule zur Umsetzung dieses Ziels dar. Sie gewährleistet im Sinne der Landesinteressen:

  • ein konsensorientiertes Vorgehen und konzeptio-nellen Schulterschluss mit den Städten und Gemeinden,
  • einen breitenwirksamen Umsetzungserfolg,
  • ein rein vertragsbasiertes und ressourcen-effizientes Vorgehen.

Die DB AG profitiert durch die Tochtergesellschaft BEG NRW von den Vorteilen einer Paket-Veräußerung und baut zugleich ein positives Image auf.

  • Es entsteht Sicherheit über kommunal abge- stimmte, verantwortungsvolle Nachnutzungs-konzepte.
  • Eine neutrale, gutachterliche Aufklärung der Flächeneigenschaften kann durchgeführt und durch das Refinanzierungsmodell risikofrei zur Vermarktungsvorbereitung eingesetzt werden.
  • Den Käufern wird ein Gesamt-Projektsteuerer geboten, der sowohl die bahninternen Prozess-abläufe und kaufvertraglichen Besonderheiten vermittelt als auch zu Fragen städtebaulicher Entwicklungskonzepte und Kombinations-fördermöglichkeiten berät.